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Kleine Alaunkunde
Alaune sind Doppelsalze des Aluminiums. Wird Alaunsalz gekocht, entsteht beim Kristallisationsprozess die sogenannte Mutterlauge, um die herum sich die schönsten, aber auch heikelsten Kristallformationen bilden. Alaunsalz kristallisiert in Fom von Oktaedern.
Der antiseptische und adstringierende Charakter der Alaune war seit altersher bekannt und fand sowohl innerlich als auch äußerlich
Anwendung. Besondere Beliebtheit genießt seit je das Kaliumalaun, das an mehreren Orten des Mittelmeerbereichs natürlich
vorkommt und in eigenen kleinen Bergwerken abgebaut wurde. Heute wird Kaliumalaun vornehmlich in Italien,
Tschechien und Mitteldeutschland
gewonnen. Kaliumalaun eignet sich nach entsprechender Bearbeitung vorzüglich für den medizinischen und kosmetischen Einsatz.
Bereits im
Alten Ägypten wußte man Alaun zu schätzen: vielfach wurde es in Kosmetik und Medizin allein oder als Zusatz eingesetzt.
Seine keimtötende Wirkung fand auch im langwierigen und komplizierten Prozess der Mumifizierung Anwendung.
Griechen und vor allem Römer bedienten sich des Alauns zumal im Sanitätswesen des Heeres bei der Wundbehandlung.
Kaliumalaun war so begehrt, dass die geschäftstüchtigen Venezianer vom Osmanischen Reich das Monopol auf Abbau, Produktion und
Handel von Alaun erwarben und so im 16. und 17. Jahrhundert dieses Geschäft eifrig betrieben.
Pharmazeutisch wurde Kaliumalaun bis ins 19. Jahrhundert auch zur innerlichen Desinfektion bei gastrointestinaler Infektionen eingesetzt.
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